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Der anabole und der katabole Stoffwechsel und seine Unterschiede

Der Stoffwechsel wird auch als Metabolismus bezeichnet. Eine Unterscheidung wird in anabolen und katabolen Stoffwechsel vorgenommen. Damit werden unterschiedliche Stoffwechselvorgänge zusammengefasst. In Deinem Stoffwechsel vollziehen sich aufbauende, also anabole Prozesse ebenso, wie es zu katabolen, nämlich abbauenden Vorgängen kommt. Der Unterschied wird sofort deutlich, beide Prozesse sind untrennbar mit dem Stoffwechsel verbunden, wirken jedoch gegensätzlich. Klar abgrenzen lassen sich beide Begriffe jedoch nicht und keiner steht für sich allein, denn es gibt auch Vorgänge die sich nicht der einen oder anderen Gruppe unterordnen lassen. Dabei handelt es sich um “Grenzgänger”, die an den Schnittstellen von Anabolismus und Katabolismus ablaufen. In diesem Fall wird vom Intermediärstoffwechsel gesprochen.

Der anabole Stoffwechsel – Baumeister und Handwerker    

Unter Anabolismus werden Vorgänge verstanden, welche den Zellaufbau und die Zellreperatur beinhalten. Daher spricht man allgemein von einem Aufbaustoffwechsel. Als Baumaterialien kommen Glykose, Aminosäuren und Fettsäuren zum Einsatz. Diese werden im Laufe des anabolen Stoffwechsels in vom Körper dringend benötigte Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate umgewandelt.

Die beim Anabolismus gewonnen Stoffe werden hier besonders gebraucht:

  • Muskelaufbau
  • Zellerneuerung
  • Wundheilung
  • Immunabwehr

Der Begriff anabol dürfte Dir vielleicht bekannt sein, wenn Du viel Sport machst und Muskeln aufbauen möchtest. Wer gezielt Muskelmasse hinzugewinnen will, der sollte den anabolen Stoffwechsel ankurbeln und durch gesunde und proteinreiche Ernährung für einen stetigen Nachschub der bereits genannten Baumaterialien sorgen. Ohne regelmäßige Nahrungsaufnahme würde der Anabolismus zum Erliegen kommen und die Zellen könnten sich nicht mehr erneuern.

Der katabole Stoffwechsel – Abbau und Entgiftung

Der katabole Stoffwechsel ist damit beschäftigt, Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße zu kleinen und einfachen Molikülen abzubauen.

Nährstoffe werden innerhalb von drei Stufen abgebaut:

  • Stufe 1 – Zerlegung der Nährstoffmoleküle in ihre einzelnen Bausteine
  • Stufe 2 – Endprodukte aus Stufe 1 werden in einfache Molekühle umgewandelt
  • Stufe 3 – Endabbau und Oxidation zu Wasser und Kohlendioxid

In Stufe 1 fallen Polysaccharide, Fettsäuren, Glycerin oder verschiedene Aminosäuren an. Fette werden in Fettsäuren und Glycerin aufgespalten. Proteine zerfallen in einzelne Aminosäuren. Die Bedeutung des katabolen Stoffwechsels liegt darin, dem Körper Energie zuzuführen. Auch die Entgiftung Deines Körpers ist eine Aufgabe, die vom Katabolimus übernommen wird. Unser Organismus hat sich im Laufe der Zeit einige eigene Strategien angeeignet, um für Notsituationen gerüstet zu sein. Überschüssige Energie geht dabei nicht einfach verloren, sie wird im Körpergewebe eingelagert. Kommt es zu Notsituationen, werden diese Reserven vom katabolen Stoffwechsel angezapft. So greift der Katabolismus auf in den Muskelzellen eingelagerte Glukose zurück.

Der ketogene Stoffwechsel – Kleiner Bruder des Katabolismus

Auch wenn Du keinerlei Kohlenhydrate zu Dir nehmen würdest, die Energieversorgung Deines Körpers würde weiterhin abgesichert sein. Der ketogene Stoffwechsel springt ein, wenn es notwendig wird, eigene Energiereserven zu nutzen. Dieser Prozess wird jedoch erst dann in Gang gebracht, wenn die Vorräte an Glukose im Körper total aufgebraucht sind. Die Ketonkörper werden in der Leber gebildet. Die Fettsäuren der Fettzellen werden von diesen Ketonkörpern aufgespalten und können von den Gehirnzellen direkt verstoffwechselt werden.

Anabolismus und Katabolismus ins Gleichgewicht bringen

In einem gesunden Organismus bilden Anablismus und Katabolismus ein Wechselspiel. Dennoch kannst Du beide Stoffwechselvorgänge direkt beeinflussen. Es gibt einige konkrete Maßnahmen, die den Aufbaustoffwechsel stärken und den Abbaustoffwechsel einschränken können.

ZeitraumMaßnahmen
morgens nach dem Aufstehenausgewogen und proteinreich frühstücken
nach dem SportKohlenhydrate und Proteine zuführen
während der Nachtvor dem Schlafengehen Eiweiße zu sich nehmen, die langsam verdaulich sind

Wenn Du morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehst, dann unterstützt Du Deinen katabolischen Stoffwechsel. Durch den hohen Kortisolsspiegel am Morgen kommt der Abbaustoffwechsel in Gang. Dies kannst Du mit einem reichhaltigen und eiweißreichen Früstück als Start in den Tag verhindern. Nach dem Training fühlst du Dich ausgebrannt und hungrig. Der anabolische Stoffwechsel lässt sich mit Dextrose und Proteinen ankurbeln. Besonders beliebt bei Sportlern ist hiebei das schnellverdauliche Whey Protein. Gehst Du hungrig schlafen, hat Dein Körper nicht ausreichend Energie, um für die Erhaltung der Zellen und den Aufbau der Muskeln zu sorgen. Die Folge ist der Abbau der Fettreserven. Willst Du dies verhindern, dann versorge Deinen Körper vor dem Schlafengehen mit langsam verdaulichen Eiweiß.

Eine gesunde und regelmäßige Ernährung ist für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den beiden Stoffwechselarten besonders wichtig. Neben drei Hauptmahlzeiten solltest Du Dir auch einige Proteinsnacks für Zwischendurch einpacken. Ankurbeln lässt sich der Aufbaustoffwechsel auch durch Nüsse, Geflügelfleisch oder Hüttenkäse.

 

Der anabole und der katabole Stoffwechsel und seine Unterschiede
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