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Gesunder Schlaf als Motor für einen produktiven Stoffwechsel

gesunder Schlaf“Gut geschlafen?” Nicht immer wirst Du diese Frage mit “Ja” beantworten können, denn oft ist die Nacht viel zu kurz, Du konntest das Gedankenkarussell nicht abschalten und fühlst Dich am Morgen wie erschlagen. Dies bekommt Deinem Stoffwechsel so gar nicht, denn dieser hat viel zu tun, während Du süßen Träumen nachgehst. Schlaf bildet die Grundlage für Dein körperliches und seelisches Wohlbefinden. Mit ausreichend Schlaf gibst Du Körper und Gehirn die Möglichkeit, sich zu regenerieren, um am Morgen wie gewohnt zu funktionieren.

Was passiert während ich schlafe?

  • Körper und Gehirn erholen und regenerieren sich
  • Gehirn speichert die Erlebnisse des Tages und neue Nervenverbindungen entstehen
  • Immunsystem wird gestärkt

Schlaf ist ein Motor für einen gesunden Stoffwechsel. Schläfst Du zu wenig, gerät dieser schnell aus den Fugen. Es steigt das Risiko, an Gewicht zuzunehmen und an Diabetes zu erkranken. Während Du schläfst, werden Hormone ausgeschüttet. Diese wirken sich in vielfältiger Form auf Deinen Stoffwechsel aus. Eine Studie aus den USA hat gezeigt, das Probanden, die nur vier Stunden pro Nacht schliefen, zu mehr als 70% unter Übergewicht litten als Personen, die sieben bis neun Stunden Schlaf bekamen. Wenn Du nur fünf Stunden pro Nacht schläfst, dann erhöht sich das Risiko, übergewichtig zu werden um die Hälfte. Dies lässt sich damit begründen, dass die Hormone die Stoffwechselfunktionen direkt beeinflussen. Hierbei ist speziell das Gegenspiel von Leptin und Ghrelin interessant. Leptin ist ein Sättigungshormon, Ghrelin steigert den Appetit. Leiden wir unter Schlafstörungen, dann ist die Leptinausschüttung herabgesetzt und der Grund gefunden, warum Du nachts häufig im Kühlschrank nach Schokopudding stöberst.

Schlafstörungen – was nun?

Unser Organismus ist ein Gewohnheitstier. Er folgt einem festen Schema, seiner “inneren Uhr”, die sich auch als Biorhythmus bezeichnen lässt, gepolt auf Leistung und Regeneration in stetiger Folge. Fehlt Schlaf, fehlt die Regeneration und Dein Stoffwechsel reagiert äußerst sensibel auf diese ungeliebten Veränderungen. Stress ist ein Zeichen unserer Zeit und Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Symptomen von Stress. Die Gedanken des Tages lassen sich nicht ausblenden und es ist für viele einfach unmöglich einzuschlafen. Auch das frühe Erwachen ist Zeichen eines gestörten Schlafes.

Folgende Faktoren können zu Schlafstörungen führen:

  • Depressionen
  • Angst
  • Ärger im Job
  • Probleme in der Partnerschaft
  • Schichtarbeit
  • Lärm
  • Schmerz

Es gibt also psychische wie physische Auslöser für Schlafstörungen. Studien haben ergeben, das Frauen häufiger unter Schlafstörungen leiden. Mehr als die Hälfte aller von Schlafstörungen Betroffenen leiden unter einem chronischen Schlafdefizit. Die Hormone und damit der Stoffwechsel geraden dabei komplett aus der Bahn. Normalerweise übernimmt das Schlafhormon Melatonin nachts die Regie und der Kortisolspiegel ist niedrig. Kannst Du nicht schlafen, setzt die Produktion des Tageshormons Kortisol ein und es wird immer schwieriger, nun noch in den Schlaf zu finden.

Die Folgen von Schlafmangel

Anhaltender Schlafmangel führt zu einem gestörten Stoffwechsel. Bereits nach wenigen Tagen, an denen Du nicht ausreichend geschlafen hast, ist die Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt. Du kannst Dich schlecht konzentrieren, wirst unruhig und launisch.

Die häufigsten Folgen von Schlafmangel sind:

  • Einschränkung der Leistungsfähigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • hoher Blutdruck
  • Gewichtszunahme
  • geschwächtes Immunsystem mit hoher Infektanfälligkeit

Wie viel Schlaf benötigt der gesunde Stoffwechsel?

Das benötigte Schlafpensum, um sich fit und leistungsfähig zu fühlen, kann sich von Person zu Person unterscheiden. Während Albert Einstein sich mindestens neun Stunden Schlaf gönnte, sprang Napoleon bereits nach fünf Stunden Schlaf erholt aus den Federn. Allgemein wird davon ausgegangen, dass man mindestens acht Stunden schlafen sollte. Diese Formel ist aber nicht allgemeingültig und jeder sollte für sich selbst herausfinden, wie seine biologische Uhr tickt und wie viel Schlaf sie ihm abverlangt.

Welcher Schlaftyp bist Du?

  • Kurzschläfer
  • Normalschläfer
  • Langschläfer

Zu den Kurzschläfern kannst Du Dich rechnen, wenn Dir vier bis fünf Stunden Nachtschlaf genügen und Du dich trotzdem frisch und erholt fühlst. Die Gruppe der Normalschläfer benötigt sieben bis acht Stunden Schlaf und die Schlafmützen unter uns brauchen neun bis zehn Stunden Schlaf, um den Tag ohne Gähnen zu überstehen.

Deine Gene spielen eine große Rolle und beeinflussen auch Dein Schlafverhalten. Ebenso ist das Alter entscheidend. Babys schlafen bis zu 16 Stunden pro Tag. Der Stoffwechsel eines 15jährigen kommt durchaus mit etwa acht Stunden Schlaf aus. Im Alter brauchen die Menschen meist nur noch etwa fünf Stunden Schlaf.

Gesunder Schlaf ist der Motor für einen produktiven Stoffwechsel. Dein Körper benötigt seine Ruhe, nicht um komplett zum Erliegen zu kommen, sondern um die Stoffwechselprozesse in Gang zu bringen, die dafür sorgen, das sich Dein Körper über Nacht regeneriert und Du mit neuer Energie in den Tag starten kannst.

Foto: © https://pixabay.com/de/papa-kind-schlafen-geborgenheit-2056816/


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